Gleichzeitig haben die deutschen Behörden erneut darauf hingewiesen, dass eine Reisewarnung keineswegs einem Reiseverbot gleichkomme. Es sei lediglich als Denkanstoss vor dem Antritt einer Reise zu verstehen. Doch wer aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland kommt, muss sich entweder 48 Stunden vor oder nach der Einreise nach Deutschland auf das ansteckende Coronavirus testen lassen. Zudem müssen sich die Personen so lange in Quarantäne begeben, bis ihnen ein negativer Coronatest bescheinigt, dass sie sich bei der Reise nicht angesteckt haben. Reisegästen bietet die offizielle Reisewarnung hingegen die Möglichkeit Reisen in Risikogebiete auch kurzfristig zu stornieren ohne auf den Stornierungskosten sitzenzubleiben.
In Tschechien haben die zuständigen Behörden ziemlich nüchtern auf die Einstufung als Risikogebiet reagiert. "Leider hat es nicht lange gedauert. Deutschland hat soeben entschieden, die beiden verbliebenen Regionen auf die Liste der Risikogebiete zu setzen", schrieb der tschechische Außenminister Tomas Petricek beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Damit betrachtet man jetzt die ganze Tschechische Republik als Risikogebiet, und das mit sofortiger Wirkung." Der tschechische Gesundheitsminister Roman Prymula will ab der nächsten Woche zahlreiche Freizeitaktivitäten einschränken, um die aktuell hohen Infektionszahlen zu senken. In Österreich fürchtet man hingegen weitere Auswirkungen auf die bereits schwer angeschlagene Tourismusbranche. "Jede Reisewarnung ist für den Tourismus dramatisch", erklärte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Seit dem Donnerstagabend hatte die Alpenrepublik selbst die Tiroler Bezirke Landeck und Schwaz als Gebiete mit hohem Ansteckungsrisiko bewertet. Nun hofft man auf eine Besserung der Lage vor der bald beginnenden Ski-Saison.