AstraZeneca selbst machte bisher keine Angaben, welches gesundheitliches Problem bei dem Probanten aufgetreten war. Die amerikanische Zeitung "New York Times” beruft sich allerdings auf eine gut informierte Person, die bestätigt, dass es sich bei dem aufgetretenen gesundheitlichen Problem wohl angeblich um Transverse Myelitis handele. Dies sei eine das Rückenmark betreffende Entzündung, die von Vireninfektionen ausgelöst werden könne. Der Impfstoff, der von AstraZeneca und der Universität entwickelt wurde, basiert auf einer stark abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen. Nun muss also getestet werden, ob diese Schimpansenviren mit dem gesundheilichen Problemen des Probanden in Verbindung stehen.
Zuletzt hatten sowohl AstraZeneca als auch acht weitere Pharma- und Biotech-Unternehmen versichert, keine Kompromisse bei der Sicherheit ihrer Impfstoffe einzugehen. Dieser Pakt der Unternehmen steht in Zusammenhang mit dem politischen Druck vor allem in den USA, wo der amtierende Präsident Donald Trump auf eine möglichst schnelle Implementierung der Corona-Impfstoffe drängt. Zuletzt hatte Trump immer wieder bekräftigt, dass spätestens am Jahresende oder eventuell sogar bereits zur Wahl im November in den Vereinigten Staaten ein Impfstoff bereitstehen werde. Bisher waren die Ergebnisse von AstraZeneca durchgehend positiv. Schon im Juli hatte das Unternehmen verlauten lassen, dass der entwickelte Impfstoff offenbar „gut verträglich sei und robuste Immunantworten” gegen das Virus erzeuge. Auch Deutschland soll sich bereit 54 Millionen Impfosen des britischen Impfstoffs gesichert haben. Zusätzlich besteht eine Option auf 18 Millionen weitere Dosen.