Familienausschusses im Bundestag von der Partei "Die Linke", hatte die Zahlung des Bonus bereits im Vorfeld als unzureichend bezeichnet. "Ein einmaliger Kinderbonus von 300 Euro kann die Lasten der Pandemie für Familien nicht annähernd ausgleichen", erklärte die Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nach ihrer Meinung habe die Pandemie vor allem die Lage kinderreicher Familien mit niedrigem Einkommen nochmals verschärft.
Zimmermann stützt sich bei ihrer Beobachtung auf die Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach waren im Jahr 2011 lediglich 22,4 Prozent der Familien mit mindestens 3 Kindern von der Armut gefährdet. Im Jahr2019 waren diese Zahlen auf nun 30,9 Prozent angestiegen. Durch die Corona-Pandemie seien diese Zahlen noch einmal deutlich angestiegen, glaubt Zimmermann. Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hält den gezahlten Bonus dagegen für sinnvoll. "Der Kinderbonus ist eine der klügsten Maßnahmen des Konjunkturprogramms. Er hilft schnell und relativ zielgenau den Familien, die jetzt in der Krise Unterstützung benötigen", erklärte Fratzscher gegenüber der Zeitung "Rheinischen Post". Die Familien hätten während der Restriktionen durch die Corona-Krise besonders hart mit den Umständen zu kämpfen gehabt. Denn wegen der Ungleichverteilung der Kinderbetreuung mussten vor allem die Mütter durch die Kita- und Schulschließungen eine deutliche Mehrbelastung tragen.