35 Corona-Patienten waren in der betreffenden Klinik seit Beginn dem Ausbruch der Pandemie behandelt worden. Dort war man schon im März gezielt dazu übergegangen Cortison bei der Behandlung von Corona-Patienten einzusetzten. "Mit einer frühen, gezielten Cortison-Stoßtherapie konnten sie nach jetzigen Erkenntnissen Patienten vor einer gravierenden Verschlechterung des Gesundheitszustands, einer drohenden Beatmung sowie schweren Folgeschäden bewahren“, schreibt die Klinik nun in einer Mitteilung.
Die Ärzte der Klinik hätten demnach erkannt, dass nicht die Infektion selbst zum Tod der Patienten führe, sondern ein Lungenschaden, der etwa zwei bis drei Wochen nach Beginn der Infektion eintritt. Durch die Infektion komme es zu einer übersteigerten Immunabwehr, die letztendlich für den Tod der Patienten verantwortlich sei. Deshalb hatte sich die Ärzte für eine Cortison-Therapie entschieden. Auf ähnliche Weise wird dieses Therapie auch bei Abstoßungsreaktionen nach Herzplantationen eingesetzt. "Wir denken, dass die Entstehung der späten fibrotischen Lungenveränderungen durch diese frühe immunsuppressive Therapie verhindert werden kann.“ Ein Ergebnis, das sich mit einer Studie aus England deckt. Dort wurde bei einem "Recovery Trial" – einer von der britischen Regierung mitfinanzierten großangelegten Studie – auch das entzündungshemmende Mittel Dexamethason ausführlich getestet. Die Studie kam schließlich zum Ergebnis, dass das Medikament die Sterblichkeit bei Covid-19-Patienten senke. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte nach der Veröffentlichung der Studie von "großartigen Neuigkeiten“ gesprochen. Anscheinend verbessert das Medikament die bei Covid-19 deutlich. Die WHO selbst bezeichnete das Medikament als Durchbruch bei der Behandlung des Coronavirus.