Nun ist die Familie von Camila fassungslos über die tragischen Konsequenzen der Babyfeier. Sprichwörtlich hat diese Nachmittag nämlich das Leben der 31-Jährigen gekostet. Einige Tage nach der von den Arbeitskollegen der Lehrerin organisierten Feier, hatte die schwangere Lehrerin erste Symptome auf eine Erkrankung mit dem Virus gezeigt. Ein Test bestätigte schließlich die Ansteckung. Wegen der dramatischen Lage in Brasiliens Krankenhäusern war es jedoch unmöglich einen Platz in einem Krankenhaus für Camila zu finden. Nach ihrer Aufnahme auf die Geburtsstation des Krankenhauses Santa Casa wurde sofort die Geburt ihres Kindes eingeleitet. Ihre Tochter wurde zwar rund einen Monat zu früh geboren, erfreut sich jedoch bester Gesundheit. Camila allerdings hatte dieses Glück nicht. Nach der Geburt verschlechterte sich ihr Zustand zusehends.
Zwar schien sich ihr Zustand zunächst ebenfalls zu bessern, doch dann ging es mit der Gesundheit der Lehrerin wieder drastisch bergab. Ihr Bruder Daniel Helio Ambrosio erklärt: "Sogar die Ärzte sagten 'Schaut mal, es gibt Grund zur Hoffnung. Ihre Lungen verbessern sich, ihre Herzfrequenz verbessert sich, ihr Blutdruck verbessert sich." Anschließend verschlechterte sich Camilas Zustand wieder und die Frau starb im Krankenhaus von Anapolis, "Sie hatte keine Chance", so ihr Bruder. Bisher ist noch nicht vollkommen geklärt, wie gefährlich
das heimtückische Coronavirus für Schwangere ist. Deshalb sollte man sich in dieser Situation aber unbedingt an die Masken-, Abstands- und Hygieneregeln halten. Wie schnell das Coronavirus tragische Konsequenzen haben kann, zeigt dieser Fall nur zu gut.