Zudem kam es auf den Bahnstrecken bei Köln, Ennepetal, Schwerte und Aachen ebenfalls zu schweren Beeinträchtigungen. Zahlreiche Reisende mussten Umleitungen und Verspätungen in Kauf nehmen. Auf der A 44 kippten die Sturmböen ein Lastwagen mitten auf der Autobahn um. Nach dem Vorfall musste die Autobahn in Fahrtrichtung Aachen gesperrt werden. Im Lauf des Tages wird "Kirsten" in fast ganz Deutschland für stürmischen Böen oder Sturmböen sorgen. In Schleswig-Holstein und Hamburg könnten Windgeschwindigkeite von bis zu 75 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Oft werden die Stürme auch von ergiebigen Niederschlägen begleitet. Der Schwerpunkt des Tiefs soll laut den Experten des DWD über Niedersachsen liegen. Dort muss aus diesem Grund ebenfalls mit Sturm und Gewitter gerechnet werden. Eine besondere Gefahr stellen die zur Zeit noch voll belaubten Bäume dar. Diese bieten den starken Windböen nämlich eine größer Angriffsfläche.
Wegen der starken Belaubung können zur aktuellen Jahreszeit bereits niedrigere Windstärken ausreichen, um die Bäume zu entwurzeln. Besonders vor dem Hintergrund, dass viele der Bäume bereits durch die lange anhaltende Trockenheit geschwächt sind, stellt das Sturmtief also eine große Gefahr dar. Am frühen Nachmittag wird "Kirsten" dann nach Nordosten weiterziehen. Ab dem späten Nachmittag werden dann Ostniedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern von dem Sturm beeinträchtigt. Bis tief in die Nacht zum Donnerstag muss sowohl im Osten als auch Nordosten mit starken Sturmböen gerechnet werden. Auf hochgelegenen Bergen wie dem Brocken seien außerdem Orkanböen möglich. In Nordfriesland, an der Nordseeküste und den Nordsee-Inseln rechnen die Meteorologen zudem mit starken Regenfällen.