Einr der Brände nördlich von San Francisco bedroht nun die Weinregionen Sonoma Valley und Napa. Dort sind bereits 50.000 Hektar Landfläche verbrannt und zahlreiche Häuser den Flammen zum Opfer gefallen. Größere Brände werden auch nahe der Küstenorte Santa Cruz und Carmel berichtet. Diese bedrohen den ältesten Naturpark Kaliforniens, den Big Basin Redwood, der besonders für die dort wachsenden, riesigen Mammutbäume bekannt ist. Zur Sicherheit wurden Zeltplätze und Wanderwege des Parks geschlossen.
In den letzten Jahren war Kalifornien bereits häufiger Schauplatz von katastrophalen Waldbränden. In den letzten Jahren leidet der US-Bundesstaat Kalifornien wegen der Trockenheit unter großen Problemen, die das Entstehen von Waldbränden begünstigen. Meisten finden die schlimmsten Brände gegen Ende des Sommers statt. Erst 2018 waren 85 Personen in Paradise (Nordkalifornien) ums Leben gekommen, wo sich ein Waldbrand mit rasender Geschwindigkeit ausgebreitet hatte. Damals war US-Präsident Donald Trump persönlich zum Unglücksort gereist und hatte im Anschluss an die Katastrophe das Forstmanagement für die Brände mitverantwortlich gemacht. Die Einschätzung der Experten, dass der Klimawandel für die Trockenheit in Kalifornien verantwortlich sei, wies Trump damals zurück. Auch am Donnerstag hatte Trump die Forstmaßnahmen in Kalifornien erneut kritisiert. Der US-Präsident bemängelte "viele Jahre von Blättern und abgebrochenen Bäumen" und forderte dazu auf die Waldböden besser zu säubern. Die Behörden in Kalifornien würde seine Ratschläge allerdings ignorieren, erklärte Trump.