Besonders brisant wird es allerdings jetzt, weil in Nordrhein-Westfalen eine viel strengere Maskenpflicht als in anderen Bundesländern gilt. In NRW müssen die Masken nämlich auch im Unterricht getragen werden. NRW-Schulstaatssekretär Mathias Richter hat nun für einen professionellen und unaufgeregten Umgang mit dem Virus plädiert. "Wichtig ist, dass künftig nicht jegliche Infektion im Umfeld von Schulen automatisch zu einer kompletten Schulschließung führt, sondern die zuständigen Behörden auch mildere Maßnahmen prüfen“, erklärte er. Doch es gibt auch Kritiker der Maskenpflicht, wie den
Präsident der Bundesärztekammer: "Eine Maskenpflicht im Unterricht halte ich nur dann für sinnvoll, wenn es sich absolut nicht einrichten lässt, dass man mit Abstand und gut belüftet den Unterricht abhält“, erklärte dieser gegenüber der „Rheinischen Post“.
Auch in Berlin hat das neue Schuljahr am letzten Montag begonnen und auch von dort wurden vorübergehende Schließungen von Schulen gemeldet. Anders als in NRW muss in Berlin im Unterricht selbst keine Maske getragen werden. Diese Maskenpflicht beschränkt sich dort auf die Flure, die Toiletten sowie die Aufenthalts- und Begegnungsräumen. Berlins Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat die Rückkehr zum Regelbetrieb verteidigt: "Die Eltern haben ganz klar signalisiert, dass alle wollen, dass die Schule wieder losgeht. Wenn sich die Situation verschlechtern sollte, werden wir natürlich Anpassungen vornehmen. Sie können uns da wirklich vertrauen“, sagte Scheeres. Schon eine Woche länger läuft der Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern. Dort mussten seitdem 160 Schüler und zwei Lehrer in Quarantäne geschickt werden. Auch in Hamburg war es zu einigen Corona-Verdachtsfälle gekommen. An insgesamt 6 Schulen sei es dort zu Vorfällen gekommen. Am kommenden Montag wird auch in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland das neue Schuljahr beginnen.