Bereits 2018 war es der IG Metall gelungen, für die Beschäftigte ein Möglichkeit auf eine 28-Stunden-Woche durchzusetzen. Allerdings hatten sich die Arbeitgeber bei dieser Option hinsichtlich eines Lohnausgleichs noch quer gestellt. Bei der nun geforderten Vier-Tage-Woche glaubt Hofmann hingegen einem Konflikt mit den Arbeitgebern aus dem Weg gehen zu können. Aus seiner Sicht haben zahlreich Betriebe ein Interesse daran, die Arbeitszeit der Mitarbeiter zu reduzieren, anstatt diese zu entlassen. "Das sichert Fachkräfte und spart zum Beispiel Kosten für einen Sozialplan“, erklärte Hofmann
Zuletzt hatte Autozulieferer ZF Friedrichshafen bereits einen neuen Tarifvertrag mit der IG Metall ausgehandelt. Dieser sieht vor an deutschen Standorten die Wochenarbeitszeiten bis zu 20 Prozent zu reduzieren. Im Gegenzug für das Entgegenkommen der Mitarbeiter will das Unternehmen bis ins Jahr 2022 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und keine Standorte in Deutschland schließen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 50.000 Mitarbeiter. Zusätzlich will Hofmann in der nächsten Tarifrunde trotz Rezession eine Lohnerhöhung fordern. Der Bundesregierung schlug Hofmann zudem vor, die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf mindestens 24 Monate zu erhöhen.