Bund und Ländern warf Baerbock nach dem Schulgipfel im Kanzleramt vor, die Zeit der Sommerferien für eine verstärkte Digitalisierung der Schulen verschlafen zu haben: "Alle Politiker haben geschworen, nach den Sommerferien wird es besser. Was kommt raus? Ein Laptop für jeden Lehrer, als Absichtserklärung."
Auch gemeinsame Leitlinien für mehr Geld und Personal an Schulen und Kitas seien seit Monaten überfällig. "Jede Schule hätte über den Sommer so ausgestattet werden müssen, dass Schüler notfalls über digitalen Unterricht zu Hause den Lernstoff in regelmäßigem Kontakt mit den Lehrkräften vermittelt bekommen – und das Personal dafür geschult wird", kritisierte Baerbock.
An finanziellen Mitteln liege es dabei nicht: "Das Irre ist: Es steht ja Geld über den Digitalpakt bereit." Die Bundesregierung müsse nun mit einer Pauschalgenehmigung dafür sorgen, dass die Gelder von den Ländern unbürokratisch abgerufen werden könnten. "Keine faulen Ausreden mehr. Wir müssen die Probleme pragmatisch anpacken", forderte Baerbock. ´