Die Forscher hatten bei ihrer Studie die Masken am Kopf einer Schaufensterpuppe angebracht. Mittels einer Pumpe wurden dann Niesen und Husten simuliert. Um das Ergebnis sichtbar zu machen, wurde mit Hilfe einer Nebelmaschine Dampf in das Modell geleitet.
Gut sitzende und genähte Maske haben die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurückgehalten. Im Laborversuch flogen diese Partikel lediglich 6,6 Zentimeter (2,5 Inches) weit. Beim Husten ohne einen Mund-Nasen-Schutz flogen die Partikel mit rund 2,4 Metern durch die Luft. Zwar könne die Maske allein nicht zu 100 % vor einer Infektion schützen. Allerdings sei die Maske zusammen mit dem Einhalten der Hygieneschutzvorschriften ein guter Schritt um das Infektionsrisiko deutlich zu senken.
Seit dem Beginn der Pandemie war es in Schweden nie Pflicht Masken zu tragen. Auch auf Ausgehverbote wurde verzichtet. Mittlerweile steigen die Infektionszahlen in Deutschland wieder an, während diese in Schweden konstant sinken. Dennoch gibt Tegnell zu, dass man auch in dem skandinavische Land Fehler gemacht habe. "Unser großes Versagen lag im Bereich der Langzeit- und Altenpflege", erklärt Tegnell gegenüber der "Bild". "Die regionalen Ämter hätten besser vorbereitet sein müssen, dann hätte es weniger Tote gegeben. Inzwischen sind die Infektionszahlen in den Altersheimen deutlich runtergegangen und wir haben fast gar keine Neuinfektionen mehr."