Im Augenblick werden in Berlin 10,1 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage verzeichnet. Sollte dieser Wert auf 35 ansteigen wird es kritisch. Ab 50 droht ein erneuter Lockdown. Doch die Ansteckungen mit dem Coronavirus gehen oftmals mit ein wenig Zeitverzögerung einher. Deshalb wird man bei den Behörden in den nächsten 7 bis 10 Tagen ganz besonders auf die weitere Entwicklung achten, um den Einfluss dieses heißen Wochenendes auf die Infektionszahlen zu beobachten. Sollten die Zahlen stark ansteigen, ziehen die Behörden sozusagen als letzte Möglichkeit ein komplettes Badeverbot in Betracht. In Hennef gilt bereits ein Badeverbot seit Ende Mai, das das Kölner Verwaltungsgericht als rechtmäßig bestätigt hat. Dort hatte die Kommune argumentiert, dass die kleine Strandfläche und der erwartete Besucherandrangs zu Problemen führen könnten. Zuletzt war in Baden-Württemberg der Breitenauer See gesperrt worden, nachdem an einem Wochenende im Juli 10.000 Besucher sowohl die Abstandsregeln als auch die Maskenpflicht nicht beachtet hatten.
Experten halten das Risiko einer Infektion beim Schwimmen für eher gering. In Frei- und Schwimmbädern, sei das Schwimmen wegen dem Chlor und anderen Desinfektionsmittel so gut wie bedenkenlos. Allerdings sei die Situation in kleinen Gewässern jedoch ein wenig anders. Hier soll laut Umweltbundesamt "ein gewisses Infektionsrisiko bestehen, auf welches der Badegast generell vor Ort hingewiesen werden sollte", schrieb das Bundesamt bereit im März in einer Stellungnahme. Da dem Wasser kein Desinfektionsmittel zugesetzt werde, könnten die Krankheitserreger in diesem Wasser länger überleben. Deshalb sollten Menschen mit Atemwegsinfekten oder Durchfall generell auf das Baden in Seen verzichten, um sich selbst zu schützen und auch, um auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen. Wie man also sieht, kann vor allem an Badeseen ein Infektionsrisiko nicht ganz ausgeschlossen werden.