Deutsche Krankenhäuser - wie gut sind sie auf die 2. Welle vorbereitet?

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Deutsche Krankenhäuser - wie gut sind sie auf die 2. Welle vorbereitet?

Lifestyle (2 / 1) 05.08.2021 23:33 / Frank Symbolbild imago


Die Linke setzte sich für eine Entprivatisierung von Krankenhäusern ein. "Wer mit Krankenhäusern Profite macht, tut dies auf Kosten der Versorgung von Patienten und auf dem Rücken der Beschäftigten", sagte ihr Gesundheitsexperte Harald Weinberg. Allein die vier großen privaten Träger - Helios, Asklepios, Sana und Rhön - verbuchten jährlich mehr als 1,5 Milliarden Euro Gewinne, die aus den Beiträgen der Krankenversicherten finanziert werden. Gewinne aus Krankenhäusern dürften nicht an Eigentümer und Aktionäre ausgeschüttet werden.

Nach Angaben des Städtetags und des Landkreistags sind in den 356 Gesundheitsämter in den Flächenländern derzeit rund 13.900 Stellen mit Ärzten sowie nicht ärztlichem Personal besetzt. Im Zuge der Corona-Pandemie hätten die Ämter weitere 5900 Beschäftigte eingesetzt, vor allem zur Kontaktnachverfolgung, für Corona-Tests und zur Kontrolle von Quarantäne.

An der Umfrage nahmen 252 von 356 Gesundheitsämtern teil, das Ergebnis für die Beschäftigtenzahl in allen Ämtern der Flächenländer wurde hochgerechnet. "Die Ämter sind deutlich besser ausgestattet, als in der öffentlichen Debatte zum Teil angenommen wird", sagte Dedy der "Passauer Neuen Presse".

Der für August geplante Corona-Gipfel der Bundesregierung mit den Gesundheitsämtern und Kommunalvertretern hat sich auf den 8. September verschoben, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtete. Eingeladen werden sollen neben Vertretern von Gesundheitsämtern auch Oberbürgermeister und Landräte. Bis zum 30. August wollen Bund und Länder einen "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" vorlegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Angaben zufolge den Gipfel mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst nach einer Ministerpräsidentenkonferenz Mitte Juni für August angekündigt.