Da einige der betroffenen Zugangsdaten bereits mehrmals verkauft wurden, scheint es so, dass viele Opfer bisher gar nicht wissen, dass sie Betrügern zum Opfer gefallen sind. Bei Abzug der mehrfach verkauften Konten bleiben noch immer fünf Milliarden Zugangsdaten zu verschiedenen Einzelkonten übrig, die bis zum heutigen Tag zum Verkauf angeboten werden. Durchschnittlich erhalten die Betrüger für die Anmeldedaten zu einem Online-Banking-Konto der Verbraucher etwa 70 US-Dollar. Die Zugangsdaten zu einem Streaming-Dienst sind wesentlich günstiger zu haben und kosten weit weniger als die Mitgliedschaft bei diesen Diensten. Erschreckend ist vor allem, dass auch Antivirenprogramme und sogar VPN-Anbieter von diesen Datenlecks betroffen sind. Dies berichtete ZDNet in Bezug auf den Bericht von Digital Shadow.
Wer seine Zugangsdaten fürs digitale Dienste besser schützen möchte, sollte die Auswahl der Passwörter nicht zu einfach gestalten. Bei Passwörter, die entweder dem Benutzernamen ähneln oder bei denen Klarnamen verwendet werden, können von vielen Hackern einfach geknackt werden. Wer sich und seine Daten besser schützen möchte, sollte über die Verwendung eines Passwort-Managers nachdenken. Wer den Verdacht hegt gehackt worden zu sein, sollte öfter seine verwendeten Passwörter ändern. Auch die Nutzung von spezialisierter Online-Banking-Software kann die eigene Sicherheit erhöhen.