Wie die "Bild"-Zeitung jetzt berichtet, haben US-Wissenschaftler bei einem Versuch herausgefunden, dass Aerosole in geschlossenen Räumen erst nach acht bis 14 Minuten verschwinden. Weitere Forscher vermuten , dass sich die kleinen Partikel sogar noch viel länger in der Luft halten können. Nun ist auch ein Schreiben in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlicht worden, in dem rund 240 Wissenschaftlerden vielen Gesundheitsbehörden, darunter auch der Weltgesundheitsorganisation WHO vorwerfen, die Verbreitung des Coronavirus durch Aerosole zu vernachlässigen. "Wir sollten genauso viel Wert auf Masken und Belüftung legen wie auf das Händewaschen. Soweit wir das beurteilen können, ist das genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger", erklärt Aerosol-Expertin Linsey Marr gegenüber der "New York Times. Die Wissenschaftler gehen deshalb davon aus, dass vor allem in unzureichend belüfteten Räumen, in denen sich mehrere Menschen über einen längeren Zeitraum aufhalten, ein höheres Ansteckungsrisiko besteht. Eine Übertragung durch Aerosole sei die einzige plausible Erklärung für Fälle, bei denen die inifzierten Patienten alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten hatten und trotzdem positiv auf das Coronavirus getestet wurden.