Es ist eine Entscheidung von enormer Tragweite – und sie fällt schneller als erwartet: Deutschland wird nach aktuellen Informationen bereits in den kommenden Tagen erste Soldaten nach Grönland entsenden. Offiziell hält man sich bedeckt, doch hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Noch diese Woche soll ein erster Trupp der Bundeswehr Richtung Nuuk aufbrechen. Dabei handelt es sich um Offiziere und Logistiker, die vor Ort prüfen sollen, wie ein möglicher größerer Einsatz aussehen könnte. Bestätigt ist inzwischen: Ein Airbus A400M wird ein 13-köpfiges Team in die arktische Region bringen. Ziel der Mission ist es, die militärischen Rahmenbedingungen zu analysieren – von Infrastruktur über Versorgung bis hin zu möglichen Einsatzszenarien. Offiziell spricht man von einer „Erkundung“, inoffiziell von einem strategisch wichtigen Schritt.
Besonders brisant: Der Einsatz wird nicht über die Nato-Strukturen geführt, sondern direkt von Dänemark koordiniert. Mehrere europäische Länder beteiligen sich – darunter auch Schweden, das bereits erste Offiziere entsandt hat. Hintergrund ist die zunehmende geopolitische Spannung in der Arktis. Russland und China zeigen verstärktes Interesse an der Region, gleichzeitig sorgt US-Präsident Donald Trump mit seinen Annexionsfantasien in Bezug auf Grönland für Unruhe. Europa will nun offenbar selbst Stärke zeigen – und ein klares Signal senden.