Die Kosten für flächendeckende Tests könne "nur der Bund primär übernehmen", sagte Seehofer weiter. "Die Krankenversicherungsbeiträge sollen ja nicht steigen, das haben wir im Konjunkturpaket beschlossen." Menschen, die vor zu hohen Kosten warnten, sage er: "Das meiste hat das bisherige Vorgehen gekostet. Wir haben noch nie so viel Geld für die Bewältigung einer Krise ausgegeben wie bei dieser Pandemie."
Laumann sagte hingegen im Deutschlandfunk, in der Frage flächendeckender Corona-Tests orientiere er sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Dies bedeute, dass anlassbezogen und dann sehr gründlich getestet werden müsse - wie dies beispielsweise nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischkonzern Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück geschehen sei.
Ein ähnliches Vorgehen wie in Bayern lehnte Laumann in diesem Zusammenhang ab. Das Angebot der bayerischen Regierung an alle Bürger des Freistaats, sich testen zu lassen, sei durch die Empfehlungen des RKI nicht gedeckt, betonte der NRW-Gesundheitsminister.