Angeblich seien Prinz Andrew und auch seine Anwälte überrascht über die erneute Einladung. Das Anwaltteam von Prinz Andrew sei „verblüfft, angesichts dessen, dass wir zweimal mit der US-Justiz im vergangenen Monat kommuniziert haben“, antworteten Anwälte aus dem Umfeld des Prinzen am Donnerstagabend. Bisher habe man von Seiten der US-Staatsanwaltschaft keine Antworten erhalten. Der US-Unternehmer Epstein soll über viele Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht haben. Außerdem sollen die Frauen auch zur Prostitution angestiftet worden sein. Der Millionär war vor rund 1 Jahr festgenommen worden und wurde nur einen Monat später tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Das US-Justizministeriums geht davon aus, dass Eppstein sich das Leben genommen hat.
Eine Zusammenarbeit von Prinz Andrew mit der US-Staatsanwaltschaft dürfte sich schwierig gestalten. Denn auch der Sohn der Queen soll an dem Mißbrauch junger Mädchen beteiligt gewesen sein. Die Amerikanerin Virginia Giuffre wirft dem Prinzen vor, sie 2001 im Haus von Ghislaine Maxwell vergewaltigt zu haben. Zu diesem Zeitpunkt sei Giuffre 17 Jahre alt gewesen. Als Beweis hatte die Frau gemeinsame Fotos mit dem Prinzen vorgelegt, auf dem sie zusammen mit Prinz Andrew und Ghislaine Maxwell im Haus von Maxwell zu sehen sind. Auf dem Foto sieht man den Prinzen, wie er dem Mädchen vertraulich einen Arm um die Taille legt. Prinz Andrew hingegen will angeblich keine Erinnerung an diese Begegnung haben und deutet an, dass das Fotos möglicherweise gefälscht sein könnte. Die britische Presse hat nun darüber spekuliert, dass Andrew auch weiterhin eine mündliche Aussage verweigern könnte, jedoch eventuell bereit sein soll schriftlich auf die Fragen der Staatsanwaltschaft zu antworten.