Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Bilal A. wegen seiner Verwandschaft zum in der Drogenszene bekannten Kriminellen
"König von Oberbarmen" entführt wurde, um von diesem ein Lösegeld zu erpressen. Der Angeklagte schweigt bisher zu den Vorwürfen. Daraufhin hielt ihm der vorsitzende Richter beim Prozessauftakt erst einmal eine Standpauke: "Ein Geständnis könnte ihnen gegebenenfalls ein paar Jahre Gefängnis ersparen. Bedenken Sie das.“
Die Polizei konnte in diesem Fall einen weiteren Mann in Gewahrsam nehmen, doch bei diesem wird wegen fehlender Beweise nicht mit einer Verurteilung gerechnet. Die restlichen Täter befinden sich noch immer auf der Flucht. In den nächsten Tagen soll der Prozess fortgesetzt werden. Der "König von Oberbarmen“ selbst kann seinen Bruder vor Gericht diesmal nicht persönlich beistehen, da er im Augenblick selbst hinter schwedischen Gardinen sitzt. Bei ihm wurde kürzlich eine Ladung Marihuana im Wert von 400.000 Euro sichergestellt und bald wird auch gegen ihn ein Strafprozess starten.