Bundeswehrsoldat tötet 4 Menschen: Er ging vor wie beim Häuserkampf - warum die grausige Bluttat?!

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Bundeswehrsoldat tötet 4 Menschen: Er ging vor wie beim Häuserkampf - warum die grausige Bluttat?!

Blaulicht (2 / 1) 22.08.2024 07:05 / Torben Symbolbild imago


Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Florian G. aus Wut und Rache handelte. Seine Ehefrau hatte ihn verlassen und liebte einen anderen Mann. Statt seine Ex-Frau direkt zu töten, richtete sich sein Hass gegen die Menschen, die ihr nahestanden – mit dem Ziel, dass ihr Leid ewig anhält. Am Morgen nach der Tat stellte sich Florian G. an der Rotenburger Von-Düring-Kaserne. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft und hat angekündigt, im Prozess vorerst zu schweigen. Bei seiner Festnahme war er mit einem Sturmgewehr und einer Pistole bewaffnet, die nicht aus Bundeswehr-Beständen stammten. In seinem Auto fanden sich zudem ein Molotow-Cocktail und Munition.

Eskalation kam offenbar unerwartet

Tragischerweise hatte die Ex-Frau den Angeklagten kurz vor der Tat wegen Bedrohung bei der Polizei angezeigt. Trotz einer Gefährderansprache am selben Tag gab es keine Hinweise auf die bevorstehende Eskalation. Die Waffenbehörde des Landkreises Rotenburg war nach eigenen Angaben nicht über die Anzeige informiert und leitete daher keine Überprüfung ein. Der Angeklagte besaß eine Waffenkarte mit drei registrierten Waffen. Florian G. räumte die Taten vor dem Prozess ein, behauptete jedoch, das kleine Mädchen in den Armen der Mutter nicht bemerkt zu haben. Es sind 35 Verhandlungstage angesetzt, das Urteil wird für den 28. März 2025 erwartet.