Die Ampelparteien und die Linkspartei bewegen sich gefährlich nahe an der politischen Todeszone. SPD, Grüne und Linke liegen derzeit bei nur fünf Prozent und müssen um ihren Einzug in den Landtag bangen, wenn sie die Sperrklausel nicht überwinden. Die FDP hat noch geringere Chancen. Zwei Wochen vor der Wahl liegt sie in der INSA-Umfrage bei lediglich zwei Prozent. Zusammen mit den Freien Wählern, die bei vier Prozent liegen, kämen die Ampelparteien nur auf insgesamt zwölf Prozent Zustimmung. Die Freien Wähler könnten der Schwelle für den Einzug in den Landtag nah sein.
Sollte die Wahl so ausgehen, wie von INSA prognostiziert, müsste Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer eine neue Regierung bilden. Mit den bisherigen Partnern SPD und Grünen würde es nicht ausreichen. Eine Regierungsbildung wäre nur mit Unterstützung des BSW möglich. Kretschmer schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD und der Linken (falls sie es in den Landtag schaffen) aus. Die INSA-Umfrage erfasste auch die wichtigsten Wahlthemen: Die Mehrheit der Sachsen wünscht sich eine Begrenzung der illegalen Migration und ein Ende des Ukraine-Konflikts. Bemerkenswert ist, dass selbst SPD-Wähler in Sachsen die Haltung zu Russland und der Wunsch nach einem Waffenstillstand als entscheidende Faktoren für ihre Wahlentscheidung betrachten.