Landesrat Christian Gantner zeigte sich erleichtert, dass keine Personen zu Schaden kamen, und lobte die Einsatzkräfte und privaten Unternehmen, die bereits mit Baggern das Geröll beseitigen: "Dank ihres Engagements konnte größerer Schaden verhindert werden.“ Die Aufräumarbeiten sind bereits im Gange. Zwischenzeitlich war die Verbindung nach Tirol für Autos nur über Lech/Warth möglich, während der Schwerverkehr großräumig umgeleitet werden musste. Experten prüfen, ob die Galerie beim Passürtunnel wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. In Meetings wurde schließlich entschieden, den Tunnel mittags wieder freizugeben.
Laut ORF mussten die Einsatzkräfte wegen des Unwetters vor allem im Raum Feldkirch und in der Arlberg-Gegend über 70 Mal ausrücken. Auch im Salzburger Land tobten die Unwetter. Eine Mure blockierte in der Nacht zum Freitag die B99 zwischen Eben und Hüttau-Niedernfritz (Pongau) und ein Firmengelände mit großen Mengen an Schlamm und Geröll. Laut der Freiwilligen Feuerwehr Eben erstreckten sich die Schlammmassen über eine Länge von 150 Metern. Die Räumung der Straße dauerte mehr als vier Stunden, berichtet der ORF. Im bayerischen Allgäu wurde ein Wanderer von einem Felsen erschlagen, der durch einen umstürzenden Baum gelöst wurde. In Südtirol verschüttete ein starkes Gewitter am Mittwochabend die Staatsstraße nach Sulden am Ortler (SS 622) mit rund 500 Kubikmetern Material. "Wir rechnen damit, die Straße noch am Abend wieder für den Verkehr freigeben zu können“, so der Direktor der Landesabteilung Straßendienst Philipp Sicher in einer Pressemitteilung.