Die Energiepolitik der Grünen steht im Zentrum der Anschuldigungen Putins. Er behauptet, dass die Partei, der Baerbock angehört, die Ängste der Bevölkerung vor dem Klimawandel schürt. Dennoch, so Putin, habe sich die Energiepolitik Deutschlands seit dem Regierungsantritt der Grünen verändert. Das Land setze nun verstärkt auf Kohleenergie. Details zu diesen Vorwürfen ließ der russische Präsident allerdings offen. Dennoch wurden Ausschnitte des Interviews auf dem offiziellen Telegram-Kanal des Kremls unter dem Titel "Moskau. Kreml. Putin" veröffentlicht, um seine Sichtweise darzulegen. Im weiteren Verlauf des Interviews thematisiert Putin auch Baerbocks familiäre Vergangenheit. Der Journalist Pawel Sarubin konfrontiert ihn mit der Verstrickung von Baerbocks Großvater in den Nationalsozialismus. Die Außenministerin selbst geht offen mit der Geschichte ihres Großvaters um, der als Wehrmachtoffizier an der Ostfront eingesetzt war. Hier zeigt Putin eine überraschend schützende Haltung. Er betont, dass die heutigen Deutschen, insbesondere die jüngere Generation, nicht die volle politische Verantwortung für die Taten Nazi-Deutschlands tragen sollten. Diese Aussage steht im Kontrast zu seiner sonstigen Rhetorik gegenüber Baerbock und unterstreicht die Komplexität der Beziehung zwischen den beiden Staaten.