Die genaue Begründung für seine Einstufung bleibt unklar, denn Rubin selbst wurde offiziell über kein Strafverfahren informiert. Dennoch ist die Liste seiner Handlungen, die dem russischen Regime ein Dorn im Auge sein könnten, lang. Rubin engagierte sich öffentlich für in Russland inhaftierte Politiker, wandte sich gegen pro-russische Demonstrationen in Deutschland und rief zu Mahnwachen für den ermordeten Putin-Kritiker Boris Nemtsow auf. In einem demokratischen Rechtsstaat würde keines dieser Engagements als Straftat gelten. Rubin sieht sich jedoch mit einer Liste konfrontiert, die neben seinem Namen auch prominente Figuren wie Estlands Regierungschefin Kaja Kallas und Unterstützer der ukrainischen Armee führt.