Eine wirkliche Überraschung ist der Bericht von Frontex offenbar nicht. Denn Ende Februar und Anfang März waren bereits tausende Migranten zwischen den Grenzen der Türkei und Griechenland aufgetaucht, um in die EU zu gelangen. Der türkische Präsident Erdogan hatte in diesem Zusammenhang um eine schnellere Überweisung von Geldmitteln an sein Land gebeten, um der Krise Herr zu werden. Auf griechischer Seite hatten die Grenzschützer mit überraschender Härte auf die Flüchtlinge reagiert, um diese aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Damals sollten zur Verstärkung hunderte von Polizisten aus ganz Griechenland an den Grenzflusses Evros geschickt werden. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus konnte dieser Plan bisher jedoch nicht umgesetzt werden. Dazu steht im Frontex-Bericht wfolgendes: "Die vorgesehene Entsendung von 400 weiteren soeben ausgebildeten Polizeibeamten in das Gebiet Evros – wie von den griechischen Behörden bereits Anfang 2020 angekündigt – ist wegen der Covid-19-Krise verschoben worden.“