Die neu aufzustellenden Heimatschutzkräfte spielen eine zentrale Rolle bei der Sicherung kritischer Infrastrukturen. Deutschland plant, sechs Regimenter aufzubauen, um sicherzustellen, dass auch in einem Konfliktszenario die Aufmarschwege für Verbündete gewährleistet sind. Die Planer greifen teilweise auf Überlegungen aus dem Kalten Krieg zurück, müssen jedoch feststellen, dass alte Verteidigungspläne nicht eins zu eins übertragbar sind. Die Digitalisierung, Waffentechnik und neue Bedrohungen erfordern eine Anpassung an die veränderte Weltlage. Die Trennung zwischen äußerer und innerer Sicherheit ist nicht mehr so eindeutig, und eine verstärkte Vernetzung und Zusammenarbeit sind notwendig. Die Verteidigungsplanung steht im Zeichen der Abschreckung, um Konflikte von vornherein zu vermeiden.