Klaus Holetschek (59), Vorsitzender der CSU-Fraktion: "Die AfD ist ein Feind unserer Demokratie. Die Überlegungen zum Verbot sind deshalb sicher vom richtigen Thema her gedacht. Es gibt aber auch sehr hohe Hürden. Deshalb bin ich skeptisch. Man muss sehr gut überlegen, ob das wirklich zielführend ist." Paralympics-Goldmedaillengewinner Niko Kappel (28, CDU): "Ich bin aktuell gegen ein AfD-Verbot. Die Gefahr wäre zu groß, dass wir bei den Anhängern der AfD die Legendenbildung manifestieren. Ein Verbot könnte außerdem diejenigen Wähler weiter entfremden, die sich von den Positionen der Partei vertreten fühlen.“ Herbert Mertin (65, FDP), Justizminister von Rheinland-Pfalz: "Ich bin gegen ein AfD-Verbotsverfahren, weil dies der AfD weitere Aufmerksamkeit bringt und letztlich Werbung für die falsche Sache wäre.“
Christian Streich (58), Trainer SC Freiburg: "Wer jetzt nicht aufsteht, der hat nichts verstanden. Es ist fünf Minuten vor zwölf. Und es braucht keiner klagen hinterher, der jetzt sitzen bleibt oder so Sachen behauptet wie: ,Ein AfD-Wähler ist ein Protestwähler‘. Ich lebe seit 58 Jahren in einer Demokratie als freier Mensch. Das ist ein unglaubliches Glück. Es gibt ganz wenig 58-Jährige, die das erleben dürfen. Aber wenn du siehst, was jetzt passiert und was sich Leute herausnehmen, was da für ein Hass teilweise in der Sprache verwendet wird, das ist unglaublich.“ Marco Rose (47). Trainer RB Leipzig: "Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man gegen Dummheit und Rechtsextremismus, Extremismus in jeder Form aufsteht. Ich finde es gut, dass die Leute das auch machen, indem sie klar Flagge zeigen und auf die Straße gehen.“