Die Lage an der Front in der Ukraine wird vom Bürgermeister der Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko (52), als äußerst dramatisch beschrieben. Nach Gesprächen mit Soldaten beklagt er einen akuten Mangel an Munition sowie an frischen Truppen.
In einem Interview mit BILD äußerte Klitschko seine Besorgnis: "Seit Monaten gibt es ein wahnsinniges, riesengroßes Defizit an Munition.“ Dies sei die Hauptproblematik, wenn man mit Soldaten an der Frontlinie spreche. Obwohl die Ukraine erfolgreich gegen eine der stärksten Armeen der Welt kämpfe, stehe das Land unter einem "Wahnsinnsdruck von russischer Seite". Die Entscheidung des deutschen Bundestags, die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine abzulehnen, bezeichnete Klitschko als "enttäuschend". Er betonte die Wichtigkeit von Taurus, da die Raketen mit ihrer Reichweite die Logistik der russischen Truppen unterbrechen könnten. Dies wäre entscheidend für die Sicherheit der ukrainischen Soldaten und Bürger. Zudem könnten Waffenlager der Russen effektiv zerstört werden.