Und natürlich hat die Krise um das Coronavirus auch zu einem ungewöhnlich starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen geführt. Im Vergleich zum März 2020 stieg die Anzahl der Arbeitslosen um 308.000 auf jetzt 2.64 Millionen Menschen. Dies bedeutet einen für die Saison vollkommen untypischen Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,7 % auf jetzt 5,8 %. Von den Kündigungen besonders betroffen seien Menschen mit Minijobs, Leiharbeiter, Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen und Arbeiter mit niedrigen Löhne, resümierte Buntenbach. Der Chef der Arbeitsagentur, Detlef Scheele, gab außerdem an, dass die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern regelrecht eingebrochen sei.
„Die Corona-Krise dürfte in Deutschland zur schwersten Rezession der Nachkriegszeit führen. Dadurch gerät auch der Arbeitsmarkt stark unter Druck“, erklärte Scheele weiter. Zum ersten Mal in der Nachkriegszeit seien die Arbeitslosenzahlen im April gestiegen, da ansonsten um diese Zeit immer die Frühjahrsbelebung am deutschen Arbeitsmarkt einsetzt.