Sport-Reporter Felix Görner begleitete die Formel-1-Karriere von Michael Schumacher über mehrere Jahre. An den 29. Dezember 2013 kann er sich noch gut erinnern. "Ich bekam um die Mittagszeit einige WhatsApp-Nachrichten, dass Michael einen Ski-Unfall gehabt habe. Da denkt man sich aber natürlich erst mal: Ein siebenmaliger Formel-1-Weltmeister, das kann ja nur eine Kleinigkeit gewesen sein, oder vielleicht ein Beinbruch", sagt Görner vor der Kamera. Jedoch wurde schnell klar, dass es "sehr ernst" sei. "Aus erster Hand erfuhr ich dann, dass etwas wirklich Fürchterliches geschehen war. Michael wäre fast gestorben in den ersten 74 Stunden nach dem Unfall", erzählt Görner weiter. "Tage später wurde das Ausmaß deutlich, die schweren Hirnverletzungen, die er erlitten hat. Da war uns klar: Wir werden Michael nie mehr wiedersehen."
Wie es Michael Schumacher aktuell geht, wissen nur seine engsten Vertrauten und seine Familie. "Michaels Gesundheit ist kein öffentliches Thema, und daher werden wir uns weiterhin dazu nicht äußern", erklärte Managerin Sabine Kehm 2016. "Schon allein deswegen, weil wir die Privatsphäre von Michael so weit wie möglich schützen müssen." Aktuelle Details über Schumachers Gesundheitszustand sind seit Jahren nicht mehr bekannt, auch wenn sich Fans auf der ganzen Welt genau das wünschen. "Es ist ein Kreis von maximal 20 Menschen, die überhaupt an ihn rangelassen werden. Und das ist aus meiner Sicht auch der richtige Weg. Denn die Familie handelt in seinem Sinne. Er hatte sein Privatleben schon immer total geschützt. Und das wird sich auch nicht ändern", sagt Görner. "Man klammert sich jetzt nur noch an eine Hoffnung, einen Strohhalm. Aber es geht ihm einfach nicht gut, sodass wir ihn auch nicht mehr wiedersehen werden."