Auch die Bundesagentur für Arbeit ist besorgt über die aus der Pandemie entstehenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Das Arbeitsmarktbarometer stürzte im April gegenüber dem Vormonat um 6,8 Punkte ab. Es liegt nun bei 93,5 Punkten und damit zeigt dieser Frühindikator den niedrigsten Wert seit seinem Bestehen auf. „Zehn Jahre lang ging es mit der Beschäftigung in Deutschland steil bergauf. Dieser Trend wurde jetzt abrupt unterbrochen“, sagt IAB-Experte Enzo Weber. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet in den nächsten Monat mit sprunghaft steigenden Arbeitslosenzahlen, die nach den erstellten Berechnungen vermutlich die Marke von 3 Millionen Arbeitslosen knacken werden. Am Donnerstag sollen die neuen Zahlen präsentiert werden. Zunächst kündigt die Bundesagentur für Arbeit einen Anstieg bei den Arbeitslosen von derzeit 5,0 % auf 5,2 % an. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Geschäfte und Unternehmen einen Weg aus der Krise finden, damit der Anstieg der Arbeitslosenzahlen so gering wie möglich verläuft.