Doch die einfache und unbürokratische Hilfe der KfW existiert in der Realität wohl nur für die großen Firmen. Jörg R. jedenfalls hat bereits 2 Mal bei seiner Hausbank der VR Weimar Kreditmittel beantragt. Er und seine Familie sind bereits seit Jahrzehnten Kunden bei der Bank. Nie gab es Probleme und auch die Schufa-Auskunft von R. ist ausgezeichnet. Trotzdem wurden beide Kreditanträge von seiner Hausbank abgelehnt. Und das obwohl die Kredite zu 90 % von der KfW abgesichert werden und für die Hausbank lediglich ein Risiko von 10 % der Kreditsumme bestehen würde. In Fall von R., der eine Kreditsumme von 100.000 Euro benötigt, entspräche das Risiko für die Hausbank lediglich 10.000 Euro, für die R. sogar bereit wäre eine Bargeldsumme in gleicher Höhe als Pfand zu hinterlegen. Jedoch ebenfalls ohne Erfolg.
Eigentlich ist der Standpunkt der Banken vollkommen unverständlich. Schließlich müssten die Banken lediglich den Kreditantrag an die KfW weiterleiten und die von der KfW erhaltenen Gelder an die Kunden auszahlen. Doch gerade bei kleinen Unternehmen anscheinend kein lukratives Geschäft, da die Hausbanken die Kredite lange verwalten und dafür nur eine kleine Gebühr von der KfW kassieren. Und so gut wie kein Risiko bei einem Kreditausfall tragen. Jörg R. jedenfalls wird sich wohl nun eine andere Möglichkeit suchen müssen, um seine Firma vor der Insolvenz zu retten. Denn Geld von der KfW erhalten anscheinend nur Großunternehmen, die ein inniges Verhältnis zu den Entscheidungsträgern in ihren Hausbanken unterhalten.