Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Fahrer unter Schock stehend verletzt weggelaufen ist, wird ein Großaufgebot an Rettungskräften alarmiert. Weitere Feuerwehren, Hundestaffel und eine Drohne werden hinzu gerufen, um nach dem Fahrer zu suchen. „Wenn man einen Schock hat, kann man in den Graben fallen und ertrinken. Das ist die große Gefahr und unsere Angst“, berichtet Feuerwehrsprecher Andreas Reimers-Lochmann. Und tatsächlich. Nach anderthalb Stunden Suche beweisen die Einsatzkräfte ein besonders gutes Auge.
Rund 500 Meter abseits der Unfallstelle erkennen sie ungewöhnliche Bewegungen im Graben und entdecken bei der Nachschau den unter Schock stehenden Mann. Er ist anscheinend aus dem Wrack geklettert, über die Bundesstraße gelaufen und dann noch hunderte Meter weiter über einen Feldweg gegangen. Auch wenn er äußerlich unverletzt wirkt, wird er vom Rettungsdienst untersucht und ins Krankenhaus gebracht. Angesichts des Unfallbildes und der Auffindesituation spricht die Feuerwehr von großem Glück im Unglück für den Fahrer: „Der ist wirklich mit einem blauen Auge davongekommen.“
Die weiteren Ermittlungen hat die Polizei nun aufgenommen. Dabei kam raus, dass der 30-Jährige scheinbar deutlich zu tief ins Glas geschaut hat und massiv angetrunken war. Zudem besaß er keinen Führerschein.