Wer in letzter Minute seine Weihnachtsgeschenke besorgen möchte, könnte im Dezember 2023 vor geschlossenen Ladentüren stehen. Im Rahmen des Tarifstreits im Einzelhandel hat die Gewerkschaft Verdi mit Arbeitsniederlegungen während des für die Branche entscheidenden Weihnachtsgeschäfts gedroht.
"Wir sind bereit zu Verhandlungen. Wenn die Arbeitgeber nicht bereit sind und es zu keiner Einigung kommt, werden die Streiks auch im Weihnachts- und Nachweihnachtsgeschäft fortgesetzt", erklärte Verdi-Chef Frank Werneke gegenüber der "Augsburger Allgemeinen". Die Streikmaßnahmen im Handel hätten bereits Wirkung gezeigt, insbesondere an den Lagerstandorten großer Lebensmittelketten sei die Mobilisierung erfolgreich. Verdi setzt sich für eine Erhöhung des Stundenlohns der Mitarbeiter im Einzelhandel um mindestens 2,50 Euro und eine Laufzeit von einem Jahr ein. Abhängig vom Bundesland können weitere Forderungen hinzukommen.