Besonders schwer sei es der Kanzlerin gefallen, die Rechte der Einzelnen so stark zu beschränken. Eine solche Situation sei nur akzeptabel und erträglich, wenn die Gründe für die Einschränkungen "transparent und nachvollziehbar seien.“ Sehr unglücklich ist Merkel darüber, wie die Länder die besprochenen Lockerungen handhaben: „Ich sage Ihnen ganz offen: Ich trage die Beschlüsse, die Bund und Länder letzte Woche getroffen haben, aus voller Überzeugung mit. Doch ihre Umsetzung seither bereitet mir Sorgen. “Und dann: „Sie wirkt für mich in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen: zu forsch.“. Dann macht die Kanzlerin noch einmal ganz deutlich - wir sind noch am Anfang der Pandemie!
Angela Merkel mahnt nachdrücklich, sich weiter an die Regeln zu halten und höchst mögliche Vorsicht walten zu lassen! „Die Situation ist trügerisch, und wir sind noch lange nicht über den Berg. Wir müssen im Kampf gegen das Virus immer im Kopf haben: Die Zahlen von heute spiegeln das infektionsgeschehen von vor etwa 10 bis 12 Tagen wider. Die heutige Zahl der Neuinfizierten sagt uns also nicht, wie es in einer oder zwei Wochen aussieht, wenn wir zwischendurch ein deutliches Mehr an neuen Kontakten zugelassen haben.“ Direkt im Anschluss der Rede startete eine große Bundestagsdebatte - unteranderem geht es hier um ein mögliches "Corona-Elterngeld".