Im Finanzministerium wird offiziell bestritten, dass es durch den Wunsch des Präsidenten zu Verspätungen bei der Auslieferung der Schecks kommen werde. Aber das technische Team der IRS war angeblich erst am Dienstagmorgen über diese spezielle Neuerung informiert worden. Das Team der Finanzbehörde arbeite nun von zu Hause an der Änderung, was nach Angaben von zwei Mitarbeitern der Behörde sehr wahrscheinlich doch zu Verzögerungen führen werde. Es war geplant, dass die Schecks am Donnerstag druckfertig sein sollten.
Darauf schrieb der Senator von Hawaii Brian Schatz (Demokraten) bei Twitter: „Sie bekommen Ihr Geld spät, weil der Präsident es für wichtiger hält, dass sein Name auf dem Scheck steht, als dass Sie Ihre Rechnungen pünktlich bezahlen können. Dies ist keine rhetorische Spielerei. Die Schecks verzögern sich. Wegen Trump.“
Etwa 70 Millionen Menschen in den USA sollen wegen der Corona-Krise einen Scheck über 1.200 US-Dollar bekommen. Pro Kind gibt es noch einmal 500 Dollar zusätzlich. Dies ist Teil des US-Konjunkturpakets, dass die Steuerzahler als Direkthilfe von der Regierung erhalten. Das gesamte Konjunturpaket hat eine Größenordnung von mehr als zwei Billionen Dollar. Damit will die US-Regierung einem Einbruch der Wirtschaft entgegenwirken. Die „Washington Post“ glaubt, die Entscheidung zum Aufdruck von Trumps Namen auf den Schecks sei ein weiterer Hinweis, dass Trump versuche die öffentliche Anerkennung für die Corona-Hilfen für sich zu beanspruchen. Dabei stammte die ursprüngliche Idee mit den Corona-Schecks nicht von Trump selbst, sondern von seinem Parteikollegen, dem republikanischen Senator Mitt Romney.