Mit diesen Apps kann man Lebensmittelverschwendung vermeiden

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Mit diesen Apps kann man Lebensmittelverschwendung vermeiden

Stars (1 / 1) 05.04.2021 23:33 / Frank Symbolbild Shutterstock.com/SpeedKingz


Wohin mit den Hamsterkäufen?

Lebensmittelverschwendung ist weltweit ein massives Problem: Rund 1,3 Milliarden Tonnen Essen landen jedes Jahr im Müll. In Deutschland sind es demnach pro Kopf jährlich etwa 55 Kilogramm. Vor allem während der Corona-Krise gilt: Zahlreiche Bürger hamstern die Supermarktregale leer und stopfen Kühlschränke und Speisekammern voll. Aber wohin mit den ganzen Lebensmitteln? Mit diesen Apps kann man seinen Teil zu weniger Verschwendung beitragen.

"Too Good To Go"

Als die Erfinder der App "Too Good To Go" bemerkten, dass in Restaurants, Bäckereien, Supermärkten und Hotels teilweise einwandfreies Essen am Tagesende in den Abfall wandert, hatten sie eine Idee: Über die App findet man Restaurants in seiner Nähe, die übergebliebenes Essen zu billigeren Preisen anbieten - eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Die Restaurants erlangen mehr Bekanntheit, der Konsument spart Geld, Zeit, und leistet einen Beitrag gegen Verschwendung. Bereits über 4.500 Lokale, Restaurants und Bäckereien deutschlandweit sind dabei, darunter viele kleine, lokale Läden, die in der jetzigen Situation besondere Unterstützung brauchen. Die App ist im App Store und bei Google Play kostenlos erhältlich.

"ResQ Club"

Die finnische App "ResQ Club" funktioniert ähnlich wie "Too Good To Go": Restaurants und Bäckereien bieten übergebliebenes Essen zu etwa der Hälfte des Normalpreises an, man zahlt per App und holt die Bestellung selbst ab. Bisher ist die App in Deutschland leider nur in Berlin verfügbar, aber auch während der Corona-Krise lässt sie sich dort nutzen. Im App Store und bei Google Play kann man "ResQ Club" kostenlos herunterladen, auch eine Web-App ist erhältlich.

"SIRPLUS"

Das Start-up "SIRPLUS" rettet Lebensmittel direkt da, wo sie ihren Ursprung haben: bei Herstellern, Produzenten, Logistikern und Großhändlern. Dort fallen große Mengen an Abfall an, zum Beispiel wenn Produkte kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen oder nicht der Norm entsprechen. "SIRPLUS" vertreibt die geretteten Lebensmittel dann unter anderem in einem Onlineshop. Das Unternehmen bietet außerdem monatliche Abo-Boxen mit einer Mischung unterschiedlicher Produkte an, die direkt nach Hause gesendet werden. Die Boxen kosten zwischen rund 25 und 35 Euro - man spart bis zur Hälfte des Normalpreises. Trotz Corona-Krise läuft bei "SIRPLUS" das Business as usual - nur mit verschärften Hygienemaßnahmen in den Rettermärkten.

"Etepetete"

Auch das Unternehmen "Etepetete" bietet Retterboxen an. Als die Erfinder merkten, dass ein großer Teil der Ernte aufgrund optischer Imperfektionen in den Müll wanderte oder auf dem Feld liegen blieb, entschlossen sie sich, diesen Produkten eine Chance zu geben. In ihren Gemüsekisten schicken sie teils extravagant aussehendes Obst und Gemüse direkt vom Feld zum Kunden nach Hause. Die verschiedenen Boxen kosten zwischen knapp 22 und 37 Euro und können auf der Website bestellt werden.

"Zu gut für die Tonne"

"Zu gut für die Tonne" ist eine kostenlose App des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Sie enthält über 500 Rezepte und Tipps zur Aufbewahrung und Verwertung von Lebensmitteln. Ein Einkaufsplaner hilft beim Supermarktbesuch und unterstützt richtige Entscheidungen beim Lebensmitteleinkauf. Erhältlich ist die App im Google Play Store und im App Store. Auch auf der Website werden einige Tipps und Tricks zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen gegeben.

"Essen und Trinken"