Viele der Finanzexperten empfehlen ihren Kunden nun den Kauf von börsengehandelten Indexfonds, auch kurz ETFs genannt. "Bild"-Börsenexpertin Beate Sander, empfiehlt beispielsweise erspartes Geld in Höhe von 10.000 Euro auf mehrere dieser Fonds aufzuteilen, wobei man je gewähltem ETF zwischen 1.000 und 2.000 Euro investieren sollte. Für die Investition in Einzelaktien empfehlen sich erst höhere Beträge ab 20.000 Euro. Sander empfiehlt ihren Kunden dringendst auf die Investition in Rentenfonds zu verzichten.
Auch in diesem Bereich raten die Finanzexperten von Panik ab. Im Augenblick ist einfach nicht der Zeitpunkt Aktien zu verkaufen, Lebensversicherungen aufzulösen oder Riester-Renten-Verträge zu kündigen. Wegen der gesetzlichen Vorgaben hätten Lebensversicherungen nur sehr vorsichtig investiert und deshalb nur begrenzte Verluste eingefahren. Diese Meinung vertritt Finanz-Professor Horst Löchel bei "Bild"-Zeitung. Die Riester-Rente sollte nicht angetastet werden, da sie staatlich garantiert werde. Mit dem zu erwartenden Anstieg der Staatsverschuldung wird die durchschnittliche Rendite der Riester-Rente vermutlich sogar weiter ansteigen, wie DZ-Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier bei der "Bild" bestätigt. Auch von gekauften Immobilien sollte man sich in der augenblicklichen Krise nicht trennen.