Deutsche Autobauer muss Insolvenz anmelden! Vor einigen Wochen schien alles reibungslos zu laufen, als Bundeskanzler Olaf Scholz das Werk besuchte. Es wurde sogar erwähnt, dass die Produktion erhöht werden könnte, da ausreichend Aufträge vorlagen. E-Autos sind auch für Kanzler Scholz ein wichtiges politisches Thema, und er hatte kürzlich einen Schub beim Ausbau von E-Ladestationen versprochen - nun der Schocl für Belegschaft und Kunden! Hier die Hintergründe:
Der Kanzler verfolgte interessiert den Bau von E-Motoren und saß lächelnd in einem E-Nutzfahrzeug - alles schien gut zu laufen in Düren. Jetzt stehen die Produktionsbänder im Werk jedoch seit zwei Wochen still, aufgrund von Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen. Dies zwang den Eigentümer, die luxemburgische Firma B-ON, in die Knie. Die B-ON GmbH hat am vergangenen Freitag, dem 15. September 2023, einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aachen gestellt. Die Insolvenz betrifft 78 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei B-ON selbst sowie die rund 170 Beschäftigten des Neapco-Werks in Düren, die dort den Streetscooter für B-ON produzieren. Unter anderem verwendet die Deutsche Post diese Fahrzeuge. Laut einem Bericht des WDR erfuhren die Mitarbeitenden und sogar der Geschäftsführer des Neapco-Werks in Düren erst durch Dritte von der Insolvenz. Die IG Metall, der Betriebsratsvorsitzende und die Geschäftsführung von Neapco haben sich mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter darauf geeinigt, dass die Beschäftigten vorerst weiter zur Arbeit kommen sollen.