Die Übergriffe erstreckten sich sogar bis zu seiner Wohnung. Die Kinder des Vereins mussten sich beispielsweise beim Wiegen vollständig ausziehen und wurden dabei fotografiert. Bei einer Hausdurchsuchung entdeckten die Ermittler eine große Menge an kinderpornografischem Material, darunter mehr als 2.100 Fotos und 116 Videos von sexuellen Übergriffen! Die Ermittlungen wurden erst ausgelöst, als sich ein Junge seiner Mutter anvertraute. Insgesamt konnten 23 Opfer von der Polizei identifiziert werden. Zu Beginn des Prozesses verlas der Verteidiger eine Erklärung im Namen des Angeklagten. K. wagte es nicht, vor einem größeren Publikum zu sprechen: "Ich stelle mich und gestehe im Wesentlichen alles ein", lauteten die ersten Worte der schriftlichen Erklärung. "Judo ist ein Kontaktsport, und ich habe die Chance missbraucht. Ich stehe dazu. Ich schäme mich und ekle mich vor mir selbst. Ich habe die Kontrolle verloren und bin erleichtert, dass ich aufgeflogen bin." Er erwähnte auch einen Selbstmordversuch nach der Hausdurchsuchung in seiner Erklärung. Steffen K. befindet sich in Untersuchungshaft in der JVA Aachen. Opferanwalt Martin Düerkop (60) zeigte sich nach der Aussage des Angeklagten erleichtert: "Durch das Geständnis bleibt den Kindern eine Aussage und damit möglicherweise eine erneute Traumatisierung erspart. Darüber bin ich sehr froh." Der Prozess wird fortgesetzt.