Trotz umfangreicher Suchaktionen durch Polizeikräfte, Leichenspürhunde und Taucher im Haus und in der umliegenden bewaldeten Gegend blieb der Erfolg aus. Der Ehemann behauptete, dass es einen Streit gegeben habe und seine Frau das gemeinsame Haus verlassen habe. "Wir setzten jedoch die Ermittlungen fort“, erklärte der Leiter der Mordkommission. "Bis wir das Indiz erhielten, dass der Mann ins Haus seiner Mutter nach Geilenkirchen-Gillrath gezogen war. Trotz seiner massiven finanziellen Probleme zahlte er weiterhin eine niedrig fünfstellige Miete für das frühere gemeinsame Haus des Paares in Süsterseel. Da der Ehemann bereits mit Kontopfändungen zu kämpfen hatte, fragten wir uns, warum er das alte Haus in Süsterseel behielt.“ In der vergangenen Woche durchsuchte die Polizei schließlich ein Haus in Geilenkirchen-Gillrath. In einem verschlossenen Schuppen auf dem Grundstück wurde ein Sack entdeckt – darin befand sich die stark verweste Leiche von Dorota. Anhand von Zähnen, Körpergröße und Haaren konnte die Identität festgestellt werden. Rechtsmediziner stellten rasch fest, dass sie infolge von "Gewalteinwirkung gegen den Hals" gestorben war. Die Obduktion steht jedoch noch aus.
"Der Ehemann wurde wegen Mordes verhaftet und befindet sich in Untersuchungshaft. Er verweigert die Aussage“, sagte Michael Fritsch-Hörmann. Am heutigen Tag durchsuchten Beamte mit Leichenspürhunden erneut das ehemalige Haus des Paares in Süsterseel. Auf dem Dachboden wurde eine große Fleckenmarkierung gefunden – vermutlich stand dort der Sack mit Dorotas Leiche., Die Polizei hatte bereits vor sieben Jahren das Haus des Ehepaares durchsucht, jedoch ohne Erfolg. "Wir wissen nicht, wann er die Leiche auf den Dachboden gebracht hat und wo die Tote all die Jahre über war“, sagte der Leiter der Mordkommission. „Auch ist uns unbekannt, wann er den Sack mit der Frau in das Haus in Gillrath gebracht hat und wie er es gemacht hat.“ Die Angehörigen von Dorota wurden mittlerweile von der Polizei informiert. Der gemeinsame Sohn des Paares (13) hatte bis zur Verhaftung beim Vater gewohnt. Der Leiter der Mordkommission erklärte: "Wir haben ihn dem Jugendamt in Geilenkirchen anvertraut. Wir hoffen, dass er den Schock überwinden kann.“