Zunächst gab es keine Anzeichen dafür, dass Daniel Küblböck Suizidpläne hatte. In seinen Beiträgen auf Instagram sprach er davon, einen Neuanfang als Frau namens Lana Kaiser zu wagen. Es wird berichtet, dass er auf dem Kreuzfahrtschiff bereits den Namen Lana verwendet hat. "Er hatte keinen Grund, sich das Leben zu nehmen, wenn er doch als Frau ein neues Leben beginnen wollte. Daniel war immer jemand, der seine Pläne durchzog, wenn er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte", erklärte sein Freund Robin Gasser gegenüber der Zeitung "Bild". Eine spontane Kurzschlussreaktion schlossen Freunde ebenfalls aus. "Daniel war sehr intelligent und würde niemals unüberlegt handeln", erzählte Gasser gegenüber der "TZ".
War es also ein Unfall? Das Überwachungsvideo, das zum Zeitpunkt von Küblböcks Verschwinden aufgenommen wurde, zeigt eine Person, die von dem Schiff springt. Dies spricht gegen einen Unfall. Es wurde eine groß angelegte Suchaktion durchgeführt, aber Küblböcks Leiche wurde nie gefunden. Einige Fans spekulieren daher im Internet, dass Küblböck seinen Tod nur vorgetäuscht hat und untertauchen wollte. Diesen Theorien wurde Auftrieb gegeben, als nach seinem Verschwinden Posts auf Küblböcks Instagram-Seite gelöscht wurden. Einige Follower sind jedoch der Meinung, dass dies von Küblböcks Vater durchgeführt wurde, der den Account übernommen hat. Bisher konnte die Tragödie um Daniel Küblböck nicht vollständig aufgeklärt werden, und es bleibt ungewiss, ob dies jemals der Fall sein wird.