"Tatort"-Star Fabian Hinrichs: Große Liebe per Online-Dating?

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"Tatort"-Star Fabian Hinrichs: Große Liebe per Online-Dating?

Stars (2 / 1) 02.03.2021 00:33 / Simo Symbolbild BR/Hager Moss Film GmbH/Hendrik Heiden


Die große Kunst ist wohl auch, aufzuhören, wenn man jemanden getroffen hat, der einen wirklich interessiert. Demjenigen sollte man dann eine reale Chance geben...

Hinrichs: Ja genau. Mein Verdacht ist aber, dass viele das nicht machen. Außerdem kann ich mir auch gut vorstellen, dass es nach einer längeren Partnerschaftsphase verlockend ist, mal wieder auf das Portal zu schauen. Denn in jeder Partnerschaft gibt es ja solche und solche Phasen. Das erinnert mich dann aber an eine Hose, die schon so ein bisschen schlabbert oder nicht mehr so richtig sitzt und deshalb entsorgt wird. Wie eine Ware eben. Davon bin ich überhaupt kein Freund.

Ein Kontrast zum Online-Dating ist im Krimi die zarte Liebesgeschichte von Felix Voss und der jungen Marktfrau, die sich im realen Leben zufällig treffen...

Hinrichs: Es ist eine konkrete Begegnung und keine abstrakte oder virtuelle, die dann vielleicht zur konkreten wird. Es ist eine Begegnung, die in der Welt stattfindet, und dadurch überhaupt auch erst eine Begegnung ist.

Wird sich daraus mehr entwickeln?

Hinrichs: Ich bin gespannt, ob und wie sich das weiterentwickelt. Das ist aber noch in der Schwebe...

Wie würde es Ihnen als Schauspieler gefallen, wenn sich daraus mehr für Felix Voss ergeben würde?

Hinrichs: Dagmar [Manzel] und ich versuchen immer, die Persönlichkeiten der Figuren sichtbar zu machen. Wie reagieren unsere Figuren auf den Kriminalfall, auf die Menschen oder unter Stress? Es geht uns nicht unbedingt um das Private. Da würde ich einen Unterschied machen. Private Geschichten nutzen sich doch recht schnell ab - da spreche ich auch als Zuschauer. Da muss man beim "Tatort" ein bisschen aufpassen. Nicht dass der Handlungsstrang dann wie ein schwerer Mühlstein wird, der einem am Bein hängt, weil er immer bedient werden muss.