Zahlreiche Opernhäuser kündigten daraufhin die Zusammenarbeit mit dem Spanier auf, so unter anderem das Los Angeles Opera House oder die Metropolitan Opera in New York. Zuletzt wurde bekannt, dass auch Konzerte in seiner Geburtsstadt Madrid abgesagt wurden. Die Bayerische Staatsoper in München hält derweil noch am Engagement Domingos fest. In einem Zitat in der "Bild"-Zeitung sagte deren Chef Nikolaus Bachler (68), dass es keinerlei Bedenken gäbe. Doch der Druck wächst.
Politiker für Absage des München-AuftrittsPolitiker nahezu aller Couleur äußerten sich erschrocken über dieses Vorgehen. Der SPD-Bürgermeister Dieter Reiter (61) sagte zum Beispiel: "Ich würde Herrn Domingo nicht nach München, in ein städtisches Haus einladen wollen." Die OB-Kandidatin der CSU blies in ein ähnliches Horn. Kristina Frank (38) sei sich sicher, dass die Bayerische Staatsoper nicht einfach weiter nach Plan verfahren werde. Auch ihr Parteikollege und Bayerischer Kulturminister Bernd Sibler (49) sagte, dass für ihn bei sexueller Belästigung "null Toleranz" gelten würde.