Nach seinem Krankenhausaufenthalt besuchte Garrit zunächst eine Reha und wurde schließlich im Oktober nach Hause entlassen. Dort setzte die Schauspielerin ihr Training mit ihm fort. Doch offenbar überstieg die tägliche Sorge um ihren Mann ihre Kräfte. "Viele haben mir gesagt: Du bist nicht mehr wiederzuerkennen. Kümmere dich auch um dich selbst", sagt Aline. "Er hatte Gedächtnislücken und wenig Verständnis für das, was ich in dieser Zeit durchgemacht habe", erklärt Aline und fügt hinzu: "Man sieht oft die kranke Person, aber selten, wie schwer das für die Frau ist." Aline Jost geriet in eine tiefe Krise. Der Gesundheitszustand von Garrit wurde immer mehr zur Belastung für die einst so glückliche Beziehung. "Die Gesamtsituation hat mich in ein Loch gezogen. Gegenüber ihm wurde ich manchmal unleidlich und fühlte mich dafür schlecht. Ich konnte mich selbst nicht mehr erkennen", erinnert sich die 31-Jährige, die berichtet, dass sie damals nur für ihre gemeinsame Tochter gelacht hat.
Im Januar erkannte Aline schließlich, dass es so nicht weitergehen konnte, und begann, sich mehr um sich selbst zu kümmern. Es dauerte bis März, bis sie sicher war, dass eine Trennung der einzige Weg ist. "Ich habe in diesem Gespräch zwei Stunden lang geweint", sagt Aline Jost, die immer noch mit ihrem Mann und ihrer Tochter im gemeinsamen Haus lebt. Inzwischen geht es Garrit wieder besser. Kürzlich waren sie sogar gemeinsam mit ihrer Tochter im Urlaub in der Türkei. "In den letzten Wochen hat er große Fortschritte gemacht. Wir arbeiten daran, alles aufzuarbeiten. Unser Zusammenleben entwickelt sich wieder in eine positive Richtung", erklärt die Schauspielerin.