Obwohl es Olaf Scholz gelungen war, seinem Kurz-Trip nach Lissabon noch eine weitere Nacht hinzuzufügen, war diese ungeplante Verzögerung höchst unwillkommen. Der Grund für den unfreiwilligen Aufenthalt war ein dramatisches Ereignis am Berliner Flughafen BER, wo eine Bombe entschärft werden musste und die Kanzlermaschine dadurch nicht zurückfliegen konnte. Das Ausmaß der Katastrophe und die Schwere der Situation ließen den Kanzler gezwungenermaßen in Lissabon festsitzen, und er konnte nur darauf hoffen, dass sich die Lage baldmöglichst beruhigen würde.