Neben seiner Kritik an Putin bemühte sich Prigoschin auch um demonstrative Loyalität und erklärte, dass er bereit sei, "bis zum Ende weiterzumachen". Allerdings sorgte Prigoschin auch für Stirnrunzeln mit einem skurrilen Vorschlag. Prigoschin schlug nämlich vor, dass die finnische Regierung 500 "gut ausgerüstete" Soldaten an einen von ihm benannten Ort schickt und mit 500 Wagner-Söldnern einen Kampf "bis zum Tod" führt, um zu sehen, welche Seite stärker ist. Ob es sich dabei um Söldner-Humor oder eine Art "Angebot" handelte, blieb aber unklar. Die finnische Zeitung Helsingin Sanomat erwähnt auch, dass Prigoschins Äußerungen eher grob formuliert waren und sich vom offiziellen Regierungskurs Russlands unterscheiden. Allerdings stimmten sie mit früheren Einlassungen des Söldner-Chefs überein. In Finnland machte man sich zuletzt wachsende Sorgen wegen Russlands Handeln, und es gab Berichte über eine russische Mission in der Ostsee sowie Rufe nach militärischem Schutz vor Ort auf dem bislang demilitarisierten, strategisch wichtigen finnischen Archipel Åland.