Dabei handelt es sich nicht um den ersten Vorfall, seitdem Balliett in Haft sitzt. Zuvor hatte der gefährliche Attentäter in der JVA Burg (Sachsen-Anhalt) 2 Mitarbeiter als Geiseln genommen, um mit diesem im Schlepptau seine Freilassung zu erpressen. Doch auch dort konnten Einsatzkräfte den Mörder überwältigen und die Geiseln befreien. Am 20. Dezember 2022 war Balliett wegen dieses Sicherheitsvorfalls in die JVA Augsburg-Gablingen verlegt worden. Dies wurde mit höheren Sicherheitsvorkehrungen vor Ort begründet. Damals hatte sich Balliet eine Waffe Marken Eigenbau gebastelt. Die Ermittler glauben, dass Balliet bewusst gewesen sei, dass die Chancen auf eine Flucht minimal gewesen seien. Sie glauben, dass es Balliet bewusst darauf angelegt hatte, von den vor Ort anwesenden Beamten eines SEK-Kommandos erschossen zu werden. Schon während seiner Zeit in Untersuchungshaft hatte Balliett in dem Gefängnis in Halle einen Fluchtversuch unternommen und konnte bereits einen Zaun innerhalb des Gefängnisses überwinden, bevor er geschnappt wurde.