Offenbar geht Girkin davon aus, dass der russische Präsident Wladimir Putin nicht mit aller Macht in der Ukraine vorgehe, um irgendwann in der Zukunft wieder über das im Westen eingefrorene Vermögen verfügen zu können. Girkin hingegen versteht nicht, wieso die russische Armee nicht deutlich wirkungsvoller in der Ukraine angreift. Immer mehr zeichnet sich ab, dass die russische Winteroffensive ebenfalls krachend gescheitert ist. Noch immer haben die russischen Truppen nicht einmal die Regionen Luhansk und Donezk komplett unter ihrer Kontrolle. Aus diesem Grund rechnen Militäranalysten mit einem erneuten Umbau der Führungsstruktur in der russischen Armee. Offenbar habe auch Generalstabschef Walerie Gerassimow die Erwartungen Putins nicht erfüllt. Im Verlauf der Invasion hatte Putin bereits mehrfach das Führungspersonal der russischen Armee und deren Kommandeure ausgewechselt. Gerassimow soll nun das Zieldatum zur vollständigen Eroberung des Donbass am 31. März verpasst haben. Nach Meinung der Experten sei es jedoch vor allem die fehlende Kampfkraft der russischen Armee, die für den Misserfolg verantwortlich ist. Bereits seit Monaten finden verlustreiche Kämpfe rund um die Stadt Bachmut statt, die mit großen personellen Verlusten vonstatten gehen. Schon bald wird außerdem eine massive Gegenoffensive der ukrainischen Armee erwartet.