Obwohl Taiwan offiziell nur von wenigen Staaten als eigenständiger Staat anerkannt wird, unterhalten viele westliche Länder enge Handelsbeziehungen zu dem Inselstaat. Ein Treffen mit amerikanischen Politikern seitens der taiwanesischen Präsidentin wird vom Regime in Peking als Abkehr vom Ein-China-Prinzip ausgelegt, dem normalerweise auch die USA und Deutschland folgen. Die USA gilt als wichtigster Unterstützer Taiwans. In den letzten Monaten hatten sich zudem die Beziehungen zwischen den USA und China deutlich abgekühlt. Zudem fallen die augenblicklichen Flottenmanöver mit hochrangigen Besuch aus Europa in China zusammen. So war am Mittwoch erstmals nach mehr als 3 Jahren der französische Präsident Emmanuel Macron in der chinesischen Hauptstadt Peking eingetroffen wo er sich am Donnerstag und Freitag mit dem chinesischen Staatschef Xi Jingping treffen wird. Gesprächsthema wird dann offensichtlich der Konflikt in der Ukraine sein. Vor seiner Abreise nach China hatte Macron die unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine durch die europäischen Länder bekräftigt. Offenbar will Macron China dazu bringen, mehr Druck auf Russland auszuüben, um das Ende des Krieges in Osteuropa zu erreichen. Bisher jedoch hatte die Regierung in Peking die russische Invasion in sein europäisches Nachbarland nicht klar verurteilt und unterhält auch weiter weitreichende Kooperation mit der Regierung in Moskau. Am Donnerstag soll auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Peking eintreffen.